alan lomax

     John Lomax und sein Sohn Alan begannen in den 30er Jahren in vielen Teilen der Welt Folk-Musik aufzunehmen, so auch in den Südstaaten der USA, in denen sie die Ursprünge von Country und Blues suchten. Da die Welt sich seit dem Ende des Bürgerkriegs sehr verändert hatte, war im Alltag kaum noch etwas von 'Field-Hollers' und 'Worksongs' zu finden.

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Fündig wurden die beiden in den Gefängnissen der Südstaaten, besonders im Mississippi State Penitantiary, genannt Parchman Farm. Dort waren schon Bukka White und Son House interniert und der Parchman Farm Blues war dort entstanden. In diesen Gefängnissen mussten die Gefangenen Feldarbeit leisten unter ähnlichen Umständen wie früher die Sklaven. Alte musikalische Strukturen waren den Gefangenen noch geläufig und konnten von Lomax aufgenommen werden.lomaxbuch.jpg

Das Louisiana State Penitantiary wurde auch ANGOLA genannt, weil es direkt am Mississippi auf dem Terrain einer ehemaligen Sklaven-Plantage lag (und noch liegt), die Sklaven stammten ursprünglich aus Angola.

1933 hat Lomax hier bei Tonaufnahmen William Leadbetter entdeckt. Er wurde sein Schützling und ging mit dem Namen 'Leadbelly' nach seiner Entlassung nach New York, wo er viele Konzerte gab und als typischer Vertreter des Delta-Blues bekannt wurde. Dabei war er in Mississpi und Louisiana völlig unbekannt.


 

Ed Young, Lonnie Young Jr. And Lonnie Young Sr. – Jim And John

Como, Mississippi 1959